Wir entwickeln den Prototyp für die Lehrerbildung der Zukunft

Der intrinsic Campus ist ein eigenständiges Zukunftslabor der Schweizer Bildungsbranche. Wir testen eine pädagogische Ausbildung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Das Studium hat mit dem Herbstsemester 2019 begonnen. Dreizehn Studierende gingen an den Start. Weitere Interessierte können sich jetzt für eine nächste Klasse melden.

  • Karin Jungen, Studentin

    «Ich möchte mitgestalten, mitfühlen und herausfinden, was alles passieren kann, wenn man intrinsisch motiviert ein Ziel erreicht.»

  • Hanna Landolt, Studentin

    «Weil mir Bildung und Kinder am Herzen liegen und mir das extrinsische Leistungsparadigma widerstrebt, freue ich mich, gemeinsam die Zukunft des Lernens zu erkunden.»

  • Julia Oertly, Studentin

    «Es macht Mut zu sehen, dass es eine Möglichkeit gibt, Lehrerin zu werden für ein “neues” bzw. angepasstes Schulsystem, welches die intrinsische Motivation in den Vordergrund stellt!»

  • Martina Schlumpf, Studentin

    «Ich glaube, dass das heutige Schulsystem vor vielen Jahren sehr nützlich war. Und ich bin überzeugt davon, dass es heute und in Zukunft ganz andere Kompetenzen braucht.»

  • Lenny Staples, Student

    «Mich interessiert, Methoden zum Thema Glücklichsein zu entwickeln – inklusive Achtsamkeit und Meditation. Das sind Bereiche, die in der Schule mehr Gewicht bekommen dürfen.»

  • Andreas Waldburger, Student

    «Bisher arbeite ich als Bauführer. Nun möchte ich Teil der intrinsic-Bewegung werden. Denn ich glaube, dass in den folgenden zwei Generationen das Schulsystem grundlegend erneuert wird.»

  • Christian Müller, Campus-Koordination

    Christian Müller ist Ökonom und Co-Gründer von intrinsic. Ziel ist der Paradigmenwechsel in der Bildungskultur – hin zu intrinsischer Motivation und individueller Begleitung beim Lernen. Mehr Infos.

  • Christine König, Campus-Kommunikation

    Christine König ist Designerin und war zehn Jahre als Creative Director in einer Grossfirma tätig. Nun schreibt sie eine Masterarbeit an der ZHdK und packt bei Kommunikation und Design am intrinsic Campus mit an. Mehr Infos.

  • Nicole Iselin, Campus-Supervision

    Nicole Iselin arbeitet in der Beratung als Schulpsychologin, selbständige systemische Supervisorin und Coach. Ihr Herz schlägt für positive Psychology, positive Education und fürs Mutigsein. Mehr Infos.

  • Charlotte Axelsson, Expertin

    Charlotte Axelsson ist Projektleiterin für E-Learning an der ZHdK. Zudem hält sie einen Lehrauftrag inne und arbeitet als Grafikerin in ihrer Agentur Karlotta. Mehr Infos.

  • Dani Burg, Experte

    Dani Burg war in der Jugendarbeit tätig, war Internatsleiter und Schulleiter. Heute arbeitet er als Lehrer, gibt Kurse und publiziert. Sein jüngstes Buch «Die Schule erstickt» erschien 2018. Mehr Infos.

  • Dr. Jessica Dehler, Expertin

    Dr. Jessica Dehler Zufferey ist die operative Leiterin des Center for Learning Sciences an der EPFL Lausanne. Mehr Infos.

  • Urs Eisenbart, Experte

    Urs Eisenbart begleitet Menschen, die gemäss den Werten von Jesper Juul sich und andere führen wollen. Dies verbindet er oft mit dem Zürcher Ressourcenmodell ZRM. Mehr Infos.

  • Isabella Gyr, Expertin

    Isabella Gyr ist Expertin für Innovation mit rund 20 Jahren Berufserfahrung in den Bereichen Bildung, Medien, Marketing und Innovation. Mehr Infos.

  • Andrea Heitmann, Expertin

    Andrea Heitmann ist als Kommunikations-Expertin sowohl in Firmen als auch bei Privatpersonen tätig und unterstützt diese dabei, ihre persönliche Wirkung zu optimieren. Mehr Infos.

  • Severin Hofer, Experte

    Severin Hofer ist Kindergärtner, Künstler und Autor. In seiner Ausbildung an der PH Zug war sein Engagement dergestalt, dass er seine Abschlussarbeit gleich zwei Mal schreiben konnte. Mehr Infos.

  • Felix Hollenstein, Experte

    Felix Hollenstein arbeitet bei der Swisscom im Bereich Human Centered Design mit Fokus auf Design Thinking und agilem Arbeiten. Ziel ist eine menschenzentrierte Innovationskultur. Mehr Infos.

  • Dr. Peter Holzwarth, Experte

    Dr. Peter Holzwarth ist Dozent für Medienbildung an der PH Zürich und leitet das Fachteam Medienpädagogik. Mehr Infos.

  • Markus Humbel, Experte

    Markus Humbel ist Geschäftsleiter bei jobtv medienwerkstatt und Dozent für Persönlichkeitsentwicklung, Resilienz und Körperhaltung. Mehr Infos.

  • Prof. Dr. Rudolf Isler, Experte

    Prof. Dr. Rudolf Isler ist Dozent an der PH Zürich und arbeitet als Bildungswissenschaftler und Publizist. Mehr Infos.

  • Eva Kohli, Expertin

    Eva Kohli ist Designerin und Lehrperson. Unter anderem unterrichtet sie Educational Design Thinking an der ZHdK, beim ZAL und als Weiterbildung an Schulen. Mehr Infos.

  • Mara Kottlow, Expertin

    Mara Kottlow lotet als Psychologin und Neurowissenschaftlerin Möglichkeiten aus, intrinsische Lernprozesse gehirn- und stufengerecht zu fördern. Mehr Infos.

  • Dennis Lück, Experte

    Dennis Lück ist Chief Creative Officer bei Jung von Matt / Limmat und wurde 2017 zum «Werber des Jahres» erkoren. Mehr Infos.

  • Caroline Märki, Expertin

    Caroline Märki ist Familien- und Prozessbegleiterin nach Jesper Juul beim Familylab, das sie als Schweizer Standort leitet. Mehr Infos.

  • Stephan Matzdorf, Experte

    Stephan Matzdorf studierte Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut. Er hat Lehraufträge an der HSLU, der ZHdK und der TU Berlin. Mehr Infos.

  • Alma Pfeifer, Expertin

    Alma Pfeifer ist Lehrerin an der Primarschule Affoltern am Albis und engagiert sich beim ZAL für die Lehrer-Weiterbildung. Mehr Infos.

  • Cristina Riesen, Expertin

    Cristina Riesen gründete das We Are Play Lab und arbeitet mit unterschiedlichen Bildungs- und Digitalisierungsexperten zusammen: Forscher, Lehrer, Eltern, Politiker. Mehr Infos.

  • Tobias Roder, Experte

    Tobias Roder ist Oberstufenlehrer, Berufsberater, der Gastronomie verfallen und Vernetzer. Aktuellstes Projekt: Schulsystem-neu-zusammensetzer. Mehr Infos.

  • Regula Schwarzenbach, Expertin

    Regula Schwarzenbach ist Primarlehrerin, Flötistin und Gründerin des Edwin E. Gordon Institut Schweiz. Mehr Infos.

  • Thomas Schläpfer, Experte

    Thomas Schläpfer leitet das Lernzentrum an der Primarschule Feldmeilen, wo er individualisierende und handlungs-orientierte Unterrichtsmethoden fördert. Mehr Infos.

  • Dr. Daniel C. Schmid, Experte

    Daniel C. Schmid leitet die Academy an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Als Historiker schlägt sein Herz für analoge Signale im post-digitalen Zeitalter. Mehr Infos.

  • Lukas Stadelmann, Experte

    Lukas Stadelmann studierte Violine und Volkswirtschaft. Er berät Unternehmen in den Bereichen Innovationsentwicklung, Design Thinking und Digitale Transformation. Mehr Infos.

  • Dr. Nando Stöcklin, Experte

    Nando Stöcklin gründete die Initiative «Spiel dein Leben» und begleitet Menschen auf dem Weg von der reinen Leistungsorientierung hin zu einer Denkweise, die sich an den Prinzipien des Spiels orientiert. Mehr Infos.

  • Philippe Wampfler, Experte

    Philippe Wampfler ist Dozent für Fachdidaktik Deutsch an der Uni Zürich, Lehrer für Deutsch an der Kantonsschule Enge und Buchautor. Mehr Infos.

  • Niki Wiese, Expertin

    Niki Wiese unterstützt als Medienkünstlerin, Ethnologin und Kulturvermittlerin Menschen, ihre ureigene Gestaltungskraft zu beleben. Mehr Infos.

  • Florian Wieser, Experte & Coach

    Florian Wieser arbeitet mit Lego® Serious Play® und mit Methoden der emotionalen Intelligenz. «Wir brauchen Räume in der VUCA-Welt (Volatile, Uncertain, Complex, Ambiguous)! Mehr Infos.

  • Barbara Zenklusen, Expertin & Coach

    Barbara Zenklusen ist Expertise in der Gestaltung und Führung von Veränderungsprozessen. Zudem ist sie ausgebildete Wirtschaftsmediatorin. Mehr Infos.

  • Philipp Zimmer, Experte

    Philipp Zimmer ist Schulleiter in Wigoltingen TG. Vorher war er in der Leitung des Talent-Campus Bodensee. Zudem arbeitete er als Schulentwickler an mehreren Schulkonzepten massgebend mit. Mehr Infos.

  • Flavia Fries, Coach

    Flavia Fries ist Juristin und arbeitet heute als Learning Accompanist. Dabei begleitet sie neben Lerngruppen auch grössere Innovations- und Veränderungsprozesse in Unternehmen. Mehr Infos.

  • Mathias Morgenthaler, Coach

    Mathias Morgenthaler hat über 1000 Interviews zu Arbeits- und Laufbahnfragen veröffentlicht. In seiner Arbeit als Coach unterstützt er Menschen dabei, ihr Kerntalent zu erkennen und sich darüber mit anderen zu verbinden. Mehr Infos.

  • Babette Pfander, Coach

    Babette Pfander war in der Entwicklungszusammenarbeit engagiert. Heute ist sie Laufbahn-Coach bei cinfo, Dozentin und in einen globalen Forschungsprozess zur Theorie U von Otto Scharmer involviert. Mehr Infos.

  • Susi Rutz, Coach

    Susi Rutz arbeitet seit 15 Jahren als Lehrperson in der Berufsschule und auf der Mittelstufe. Als Informatikerin begleitet sie Lehrpersonen in die digitale Transformation. Mehr Infos.

  • Olivier Schneller, Coach

    Olivier Schneller doktorierte zum Thema Wachstum und Innovation. Später war er als Innovations- und Strategieberater in einem Grosskonzern tätig. Heute arbeitet er als freier Coach. Mehr Infos.

  • Klaus Siefert, Coach

    Klaus Siefert unterstützt Menschen dabei, ihr Talent in einer schmerzlichen Erfahrung aus der Kindheit zu finden. Dadurch werden nicht nur die Leistung, sondern auch das Selbstbewusstsein gestärkt. Mehr Infos.

  • Daniel Straub, Coach

    Daniel Straub hat Wirtschaft, Politik und Psychologie studiert. Er war  tätig bei IBM, als IKRK- Delegierter und Leiter einer Montessori Schule. Später hat er sich der Diskussion des bedingungslosen Grundeinkommens gewidmet. Mehr Infos.

  • Julia Wenger, Coach

    Julia Wenger ist Arbeits- und Organisationspsychologin, Coach und Projektleiterin. Sie leitet KOFAS, eine Netzwerkorganisation von schulpsychologischen Diensten. Mehr Infos.

  • Cedric Zaugg, Coach

    Cedric Zaugg war bei den KaosPilots Switzerland verantwortlich für das erste von drei Ausbildungsjahren zum Social Entrepreneur, kreativen Führungskraft und Brückenbauer. Mehr Infos.

ÜBER

Experimentieren & Lernen:

Wir lieben die Volksschule als zivilisatorische Errungenschaft und glauben an ihre demokratiepolitische Relevanz. Gleichzeitig schätzen wir gewisse Privatschulen für ihren kompromisslosen Pioniergeist. Wir halten Schule im Allgemeinen für einen Katalysator der menschlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. Allerdings wünschen wir uns einen radikalen Paradigmenwechsel in der Bildungskultur.

Der intrinsic Campus ist eine unabhängige Bürger-Initiative, die mit Leidenschaft eine alternative Lehrerausbildung auf der grünen Wiese und zusammen mit den Studierenden entwickelt. Die NZZ bezeichnete uns gar als «Guerilla-Projekt» und spricht von einer «Schulrevolution der Zukunft».

Das Studium startete mit dem Herbstsemester im September 2019. Individuelle Informationsgespräche für einen späteren Einstieg können laufend mit der Campus-Koordination vereinbart werden.

WARUM

Industrialisierung & Digitalisierung

Die Welt verändert sich exponentiell. Dabei wird die Digitalisierung begleitet von einem massiven Wandel in Gesellschaft und Arbeitswelt. Wie kann sich die kommende Generation auf Jobs vorbereiten, die heute noch gar nicht erfunden sind? Und wie lassen sich die Freiheiten, die durch den Wandel entstehen, zum Wohle aller nutzen?

Wir sind überzeugt, dass der Fokus auf die intrinsische Motivation einen entscheidenden Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen liefert. Denn Menschen, die aus eigenem Antrieb und auf Basis eigener Ambitionen handeln, erleben sich als autonom und selbstwirksam, werden resilient gegenüber den Anforderungen einer neuen Arbeitswelt und gewinnen Freiraum für ihre persönliche wie auch berufliche Entwicklung.

Wir verstehen den Sinn von Bildung als Beitrag dazu, dass Menschen qualifiziert tun, was sie wirklich wollen. Die Welt braucht zunehmend selbständige Individuen, die aus eigener Kraft denken, einordnen und kreieren können. Es geht darum, Lust und Leidenschaft fürs Leben zu entwickeln und Verantwortung fürs eigene Handeln zu übernehmen. Das Ziel von intrinsic ist die radikale Verschiebung von der extrinsischen zur intrinsischen Motivation beim Lernen.

Bildung & Paradigmenwechsel

Die Transformation der Schule findet bereits statt. Weil dabei fest verankerte Glaubenssätze zwar tangiert aber kaum je neu verhandelt werden, stösst die Erneuerung der Bildungskultur an Grenzen. Der intrinsic Campus will als Prototyp einen Beitrag zur Debatte über die Bildung der Zukunft leisten. Somit verstehen wir uns als Angebot und Ergänzung für die pädagogischen Hochschulen. Wir decken den Teil der Innovationen ab, die über die heutigen Bildungsinstitutionen hinausgehen. Damit sind wir ein Mosaikstein einer zukunftsgerichteten Bildungspolitik.

Dabei wird sich Bildung im fortschreitenden 21. Jahrhundert nicht ausschliesslich mit digitalisierten Methoden auseinandersetzen. Parallel zur Welt der neuen Technologien geht es primär um Bewusstseinsentwicklung und soziale Fähigkeiten. Vor allem auch Tätigkeiten der zwischenmenschlichen Fürsorge und Berufe des soliden Handwerks werden in Zukunft wichtiger denn je.

Unser Antrieb kommt von der Lust, das Neue zu testen – nicht nur darüber zu philosophieren. Wir haben ein Bild von einer Schule der Zukunft, wo die Schülerinnen und Schüler ihre Lernprozesse aus innerem Antrieb spielerisch und selbstverantwortlich gestalten. Dabei verändert sich die Rolle der Lehrperson grundlegend: Sie wird von der Stoff-Vermittlerin zur Lernbegleiterin, welche die individuellen Entwicklungen fördert und die Kinder auf Augenhöhe in einen sozialen Kontext einbindet.

WAS

Haltung & Curriculum

Eine gute Lehrperson ist eine verantwortungsvolle Persönlichkeit, welche selber für ein Thema brennt – das Vorleben der eigenen Leidenschaft zieht Kreise. Dazu kommt ein hohes Bewusstsein für individuelle Veränderungsprozesse und die Fähigkeit, Beziehungen zu Menschen aufzubauen. Diese Aspekte bilden den Kern unserer Lehrerausbildung.

Der intrinsic Campus orientiert sich an drei Grundsätzen:

  • Lernen gelingt aus intrinsischer Motivation.
  • Die Verantwortung liegt bei den Studierenden.
  • Die Lernergebnisse werden dokumentiert und geteilt.

 

Ab dem Herbstsemester 2019 kannst du dich am intrinsic Campus zur Lehrperson für die Primarstufe (1. bis 6. Klasse) ausbilden: Eine Ausbildung auf Bachelorniveau, um auf Primarstufe erfolgreich zu unterrichten. Die Ausbildung dauert 3-5 Jahre – je nach Erfahrung, Tempo und Intensität. Allerdings kann der intrinsic Campus anfänglich kein offiziell anerkanntes Lehrerdiplom ausstellen. Wir arbeiten parallel an der Hochschul-Akkreditierung: In einer Arbeitsgruppe mit Akkreditierungs-ExpertInnen hat intrinsic einen entsprechende Fahrplan erarbeitet.

Es geht um individuelle Lernprozesse, den Kreislauf realer Dringlichkeiten aus der Praxis, Auseinandersetzungen mit Expertpersonen und Beziehungsaufbau mit den Coaches. Immer unter der Prämisse der radikalen Verschiebung von der extrinsischen zur intrinsischen Motivation. Eine ausführliche Darstellung der obigen Arbeitshypothese finden Sie hier.

Selbstorganisation & Dokumentation

Lern-Coaches begleiten den Lernprozess und unterstützen die Studierenden beim Zusammenstellen ihres individuellen Curriculums. Zeiträume werden gemeinsam festgelegt, um Struktur und Unterstützung zur Selbstorganisation zu leisten. Andere Lernende im direkten Umfeld spielen eine inspirierende Rolle.

Der individuelle Bildungsweg jedes Studierenden wird in einem persönlichen Portfolio abgebildet: Dort werden die eigenen Lernziele, Lernressourcen, Fortschritte und Erfahrungen dokumentiert. Das Portfolio bildet eine laufend anpassungsfähige Struktur und gibt den Studierenden damit Halt und Orientierung: Mit dem Lernportfolio sammeln, prüfen, reflektieren und präsentieren die Lernenden ihren Prozess. Dank dieser Umgebung kann jeder individuell lernen, wie man selber am besten lernt.

Praxis & Theorie

Rund die Hälfte der Ausbildung verbringen die Studierenden als Co-Teacher in Schulzimmern. Im Sinne einer Berufslehre können somit Erfahrungen im realen Schulkontext gesammelt und verarbeitet werden. Die theoretische Ausbildung ist als wissenschaftsbezogene Reflexion und Inspiration des eigenen Handelns am Praxisplatz angelegt.
Theorie wird immer dann herangezogen und reflektiert, wenn sie aktuell resp. relevant wird – das heisst: wenn sie intrinsisch interessiert und so zur Impulsgeberin für die Praxis werden kann. Wir verstehen eine theoretisch-wissenschaftlich fundierte Ausbildung als Voraussetzung für Mündigkeit und selbstverantwortliches pädagogisches Handeln.

Neben dem Selbststudium und der Arbeit in autonomen Lerngruppen findet einmal wöchentlich ein Campustag statt, wo die Studierenden zusammenkommen. Das dient einerseits der Reflexion über Praxis-Erlebnisse. Zudem werden – geprägt durch die individuelle Nachfrage – zentrale Phänomene behandelt, die sich unter Beizug interdisziplinärer Perspektiven aufdrängen. Dabei verzichten wir bewusst auf einen Fächerkanon, um die relevanten Bereiche erst gemeinsam zu eruieren und aufzubereiten.

Eintritt & Finanzierung

Voraussetzung für den Eintritt ist die Volljährigkeit und ein erfolgreiches Eintrittsverfahren. Dieses besteht aus einem Motivationsschreiben oder -video plus einem persönlichen Gespräch mit der Campus-Koordination.

Der finanzielle Beitrag für Studierende beträgt CHF 1’000 pro Semester zur Deckung der Infrastruktur-Kosten. Am Anfang wird der intrinsic Campus durch Freiwilligenarbeit getragen. Wenn eine Anschubinvestition resp. Drittmittelfinanzierung gefunden ist, können Engagements, die zum Gelingen des intrinsic Campus beitragen, entsprechend vergütet werden.

WIE

Nachhaltigkeit & Bildung

Wir glauben, dass Schulen ein wichtiger Motor für die nachhaltige Welt von morgen sein werden. Deshalb messen wir das neue Bildungsparadigma nicht nur in Bezug auf sein Marktpotential sondern auch in Bezug auf seinen Lösungsbeitrag zur Nachhaltigkeit. Dafür arbeiten wir mit den «Zielen für nachhaltige Entwicklung» der Uno. Uns überzeugen Taten mehr als Worte. Darum entwickeln wir echte Prototypen statt theoretischer Konzepte. Experimentieren, Scheitern und Probleme lösen gehören zu unseren Kernaufgaben als Bildungslabor.

Methodisch wollen wir bereits so arbeiten wie in der Schule der Zukunft. Das heisst, die Ausbildung baut auf die intrinsische Motivation der Studierenden: Die Lernenden arbeiten an selbst gewählten Fragestellungen. Sie haben erfahrene Lernbegleiter an ihrer Seite und finden inspirierende Ressourcen vor.

Semesterdaten:
– Herbst­semester 2019: 16. September – 21. Dezember 2019
– Startwoche in Savognin: 18.–22. September 2019
– Zwischen­semester 2020: 23. Dezember – 15. Februar 2020
– Frühjahrssemester 2020: 17. Februar – 30. Mai 2020
– Zwischen­semester 2019: 1. Juni – 12. September 2020

Folgende Elemente stellt der intrinsic Campus zur Verfügung:

1.

Campus: An der Talstrasse 15 – inmitten von Zürich – stehen 200 Quadratmeter Bildungslabor zur Verfügung mit idealer Infrastruktur zum Lernen, Arbeiten und Austauschen. Die Einrichtung kann weiterentwickelt und den Bedürfnissen angepasst werden. Auch Werkstätten als Ausgangslage für verschiedenes Handwerk sind zugänglich.

2.

Klausur: Gut zwei Zugstunden entfernt von Zürich gibt es im Unterengadin einen in sich stimmigen Rückzugsort: Mit unserem Partner Hotel Piz Linard in Lavin entwicklen wir gerade ein Zusammenarbeitsmodell für lustvolles Lernen in anregend schlichter Umgebung.

3.

Praxisplätze: Die Hälfte der Ausbildung zur Lehrperson findet in der Praxis statt. Der intrinsic Campus stellt ein Netzwerk zusammen von geeigneten Schulen resp. Lehrpersonen, welche Lernende als Praktikanten zur Ausbildung aufnehmen.

4.

Coaching: Die Studierenden kommen einmal wöchentlich zu einem Campustag zusammen. Hier werden Erfahrungen aus der Praxis verarbeitet und mit Beiträgen von dritter Seite verknüpft.  Dieser Tag wird von der Campus-Koordination moderiert. Zudem gibt es ein Angebot von Lern- und Persönlichkeits-Coaching.

5.

Koordination Experten: Oft ist es nützlich, von Menschen mit breitem Wissen und vertiefter Erfahrung zu lernen. Die Campus-Koordination stellt einen wachsenden Pool von Expertinnen und Experten zusammen und koordiniert die Zusammenarbeit.

6.

Aufnahme und Abschluss: Kriterien für die Aufnahme zum Studium sind ein Motivationsschreiben oder -video plus ein persönliches Gespräch. Für den Studienabschluss ist ein unabhängiges Fachgremium zuständig. Dieses stellt zusammen mit den Studierenden einen Kriterienkatalog auf und verantwortet die Methode der Kompetenzpräsentation.

7.

Kommunikation: Angebot, «Lehrblätz» und Erfolgsgeschichten werden nach aussen kommuniziert. Die Campus-Koordination ist verantwortlich für einen adäquaten Auftritt.

8.

Kooperationen: Die Studierenden sollen zuweilen das gewohnte Umfeld verlassen, um andernorts Inspirationen und unerwartete Erfahrungen zu sammeln. Austauschprogramme mit ersten Partnern sind im Aufbau: Education Innovation Lab, Hasso-Plattner-Institut, Lernen von Innen – die Akademie.

9.

Forschung: In Zusammenarbeit mit Dr. Jessica Dehler Zufferey vom Center for Learning Sciences EPFL erarbeiten wir ein Set der Aktionsforschung – als nützliches Paradigma für die zukünftige lebenslange Weiterentwicklung des eigenen Lehrens.

WER

Wir sind ein Team aus neugierigen und leidenschaftlichen Pädagoginnen und Startup Liebhabern, die eine innovative, nachhaltige Bildung prägen möchten und vom Konzept des intrinsic Campus überzeugt sind.

Campus-Koordination
Christian Müller koordiniert den intrinsic Campus als Geschäftsleiter. Siehe auch «Schule der Zukunft: Diese sechs Kompetenzen sollten Kinder erwerben» in der «NZZ am Sonntag». Kontakt: cm@intrinsic.ch

Experten
Wir bauen gerade eine «Bibliothek der Expertinnen und Experten» auf, welche den Studierenden in ihrem jeweiligen Fachgebiet zur Verfügung stehen (siehe auch Kurzfilme auf der Startseite).

Lerncoaches
Zum Pool der LernbegleiterInnen gehören Coaches, welche die Studierenden in ihrem jeweiligen Lernprozess unterstützen (siehe auch Kurzfilme auf der Startseite).

Partnerschulen
Folgende Schulen nehmen Studierende als PraktikantInnen auf:

 

Privatschulen:

 

Beirat
Der Beirat unterstützt die inhaltliche Entwicklung informell. Zudem repräsentiert und vernetzt er das Projekt nach aussen. Er setzt sich aus folgenden Persönlichkeiten zusammen:

  • Annemarie Kummer Wyss, Dozentin PH Luzern
  • Dr. Björn Maurer, Dozent PH Thurgau
  • Dr. Daniel Hofstetter, Dozent PH Fribourg
  • Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe und Bildungsforscher
  • Prof. Dr. Rudolf Isler, Dozent PH Zürich
  • Stefan Knobel, Präsident Stiftung Lebensqualität
  • Jürg Mäder, Gründer Scuola Vivante, Buchs
  • Prof. Hansuli Matter, Direktion Departement Design ZHdK
  • François Rapeaud, Präsident Kinderanwaltschaft Schweiz
  • Franziska Schläpfer / Big Zis, Rapperin und Filmemacherin
  • Philippe Wampfler, Gymi-Lehrer und Fachdidaktik-Dozent, Uni Zürich

 

Unterstützung & Förderung
Wir sind stolz und dankbar, die finanzielle Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz zu bekommen.

Die Stiftung Mercator Schweiz setzt sich für eine weltoffene und engagierte Gesellschaft ein, die verantwortungsvoll mit der Umwelt umgeht und allen jungen Menschen die Möglichkeit bietet, ihr Potenzial zu entfalten. Dafür fördert und initiiert sie Projekte in den vier Themen Bildung, Verständigung, Mitwirkung und Umwelt. www.stiftung-mercator.ch

Der intrinsic Campus ist auf weitere Fördergelder angewiesen, da wir momentan erst einen Bruchteil der finanziellen Aufwände decken können.
Wenn auch Sie oder Ihre Organisation zum Prototypen der Schule der Zukunft beitragen möchten, freuen wir uns sehr, Sie kennenzulernen. Kontakt: Christian Müller, cm@intrinsic.ch